Mikromomente der Liebe

Ges­tern war ich allein tan­zen. Ich gehe gern allein und zele­brie­re das als Date mit mir selbst. Im Club neben mir tanz­te eine Frau. Irgend­wann kam sie zu mir rüber und mach­te mir ein Kom­pli­ment und ich ihr dann eben­falls eins für ihre tol­le Aus­strah­lung. Spä­ter begeg­ne­ten wir uns wie­der und plau­der­ten ange­regt eine Wei­le. Wir gin­gen posi­tiv mit­ein­an­der in Reso­nanz und fühl­ten uns für eine kur­ze Zeit­span­ne ver­bun­den.

Die­se klei­nen, net­ten Begeg­nun­gen oder auch Mikro­mo­men­te der Ver­bun­den­heit kön­nen unse­re Gesund­heit enorm stär­ken. Sie könn­ten sogar der Pan­de­mie der Ein­sam­keit, unter der so vie­le Men­schen lei­den, ent­ge­gen­wir­ken, wür­den wir die Lie­be mit ande­ren Augen betrach­ten.

Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on benennt Stress als größ­tes Gesund­heits­ri­si­ko des 21. Jahr­hun­derts. Ein­sam­keit spielt hier eine gro­ße Rol­le, denn sie erzeugt enor­men Stress bei den Betrof­fe­nen. Wenn wir das Gefühl haben, sozi­al kei­nen Anschluss zu fin­den bzw. nir­gends dazu zu gehö­ren, ent­ste­hen exis­ten­zi­el­le Ängs­te und damit Stress.

Ver­bun­den­heit ist der stärks­te Aspekt der Lie­be.

Wie wir außerhalb von Paarbeziehungen Mikromomente der Liebe erschaffen können

Die Psy­cho­lo­gin Bar­ba­ra L. Fred­rick­son ver­weist auf den fata­len Glau­ben vie­ler Men­schen, dass die Lie­be nur in roman­ti­schen Paar­be­zie­hun­gen und im Fami­li­en­kreis zu fin­den ist. Viel­leicht geste­hen wir uns noch Lie­be zu einem Haus­tier zu und eine Zunei­gung zu unse­ren Freund_innen, aber ganz sicher spre­chen wir nicht von Lie­be, wenn es um Bekann­te oder Frem­de geht.

Die­ser Glau­be kann uns sehr ein­sam machen, wenn sich z. B. die Vor­stel­lung einer glück­li­chen Paar­be­zie­hung oder einer sta­bi­len Fami­li­en­struk­tur nicht erfüllt. Wir ver­pas­sen damit die Mög­lich­keit, die Momen­te der Ver­bun­den­heit auch in ande­ren Bezie­hun­gen und sogar in nur kur­zen Begeg­nun­gen bewusst zu erle­ben und somit emo­tio­nal davon zu pro­fi­tie­ren.

Ver­bun­den­heit ist der stärks­te Aspekt der Lie­be. Auch unser Kör­per reagiert auf Momen­te der Ver­bun­den­heit mit der Aus­schüt­tung von ver­schie­de­nen Hor­mo­nen, die in ihrer Zusam­men­set­zung dem Lie­bes­hor­mon-Cock­tail gleicht, der bei glück­li­chen Paa­ren nach­zu­wei­sen ist.

Der Effekt die­ser Hor­mo­ne auf unser Ner­ven­sys­tem ist so posi­tiv, dass der Kör­per dadurch Stress abbau­en kann. Wir wech­seln vom Kampf-Flucht-Erstar­rung-Zustand, in dem sich vie­le Men­schen der moder­nen Welt gewohn­heits­mä­ßig den Groß­teil des Tages befin­den, in den Ent­span­nungs­zu­stand. Nur im Zustand der Ent­span­nung kann sich unser Kör­per rege­ne­rie­ren und Hei­lungs­pro­zes­se durch­füh­ren.

Schau­en wir in Gegen­den von Japan, wo vie­le über 100-Jäh­ri­ge leben. Was her­aus­sticht, ist nicht nur die gesun­de Ernäh­rung, son­dern auch die Gesel­lig­keit und die posi­ti­ve Lebens­ein­stel­lung der alten Leu­te, die sich regel­mä­ßig tref­fen, um ihre Freund­schaf­ten zu pfle­gen.

Über­all dort, wo Gesel­lig­keit über den engs­ten Fami­li­en­kreis hin­aus gelebt wird, ist die Rate an Krank­hei­ten gerin­ger. Das bele­gen auch die Ergeb­nis­se von wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chun­gen.

Unser Ner­ven­sys­tem lässt sich sogar trai­nie­ren mit Mikro­mo­men­ten der Lie­be. Je mehr du davon ganz bewusst erlebst, um so schnel­ler kommst du in den Ent­span­nungs­zu­stand, der wie­der­um dei­ne emo­tio­na­le und kör­per­li­che Gesund­heit för­dert. Hier sind ein paar Tipps, wie du noch heu­te damit star­ten kannst:

Wie kannst du mehr Mikromomente der Liebe herstellen?

  • Lege den Glau­ben ab, dass dich nur eine Lie­bes­be­zie­hung wirk­lich erfül­len kann. Die­ser Glau­be kann dei­ne Wahr­neh­mung ande­rer Momen­te von Ver­bun­den­heit ver­zer­ren. Ent­spre­chend nimmst du Chan­cen nicht wahr, bewusst aus klei­ne­ren Momen­ten der Ver­bun­den­heit Glücks­mo­men­te zu schaf­fen, die dich näh­ren.
  • Die inten­sivs­te Form der Ver­bun­den­heit ist die, die du mit dir selbst pflegst. Stär­ke dei­ne Selbst­lie­be z. B. mit einer Lie­ben­de-Güte-Medi­ta­ti­on.
  • Pfle­ge dei­ne Freund­schaf­ten in dem Bewusst­sein der Wert­schät­zung eurer Ver­bin­dung.
  • Ent­schleu­ni­ge! Im Stress kön­nen wir Ver­bun­den­heit weni­ger wahr­neh­men als im Ent­span­nungs­zu­stand. Wenn du Ruhe und Gelas­sen­heit aus­strahlst, wirkt das außer­dem wie ein Magnet auf ande­re Men­schen.
  • Freund­lich­keit im Umgang mit ande­ren hat noch nie jeman­dem gescha­det und führt im bes­ten Fall zum net­ten Gespräch mit dem Nach­barn oder dem Per­so­nal im Lokal an der Ecke. Auch das sind beach­tens­wer­te Moment von Mikro­ver­bun­den­heit.
  • Suche dir Gele­gen­hei­ten (Hob­bys), wo du dich mit Gleich­ge­sinn­ten aus­tau­schen kannst. Viel­leicht ist auch eine Kuschel­par­ty einen Ver­such wert. Hier kannst du pla­to­nisch mit ande­ren Men­schen in Berüh­rung kom­men.

Du möchtest deine Einsamkeit mit Unterstützung überwinden?

Für man­che Men­schen fühlt sich Ein­sam­keit irgend­wann so über­wäl­ti­gend an, dass sie nicht mehr wis­sen, wie sie sich allein aus der Situa­ti­on befrei­en kön­nen. Wenn du dir Unter­stüt­zung wünschst, mit der du nach­hal­tig gestärkt wirst, um wie­der gesun­de Bin­dun­gen auf­zu­bau­en, ste­he ich dir gern als Coach für ganz­heit­li­che Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung zur Ver­fü­gung. Buche jetzt ein unver­bind­li­ches und kos­ten­frei­es Tele­fo­nat zum Ken­nen­ler­nen.


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