Anfängergeist – Die Welt neu entdecken

Acht­sam­keits-Rat­ge­ber / Arti­kel

Erfah­re, was der Anfän­ger­geist ist und wie du ihn zurück­er­oberst. Ler­ne, wie Acht­sam­keit wirkt, um ent­spann­ter im Hier und Jetzt zu leben.

“Anfän­ger­geist” ist ein Begriff, über den man in der Lite­ra­tur zur Acht­sam­keit immer wie­der stol­pert. Er bezeich­net eine Art und Wei­se, die Welt zu betrach­ten: näm­lich mit den Augen eines Kin­des. Wer mit Neu­gier­de und dem Ent­de­cker­drang eines 5‑Jährigen durch die Welt geht, dem öff­net sie ihre gan­ze Magie und Schön­heit.

Im Autopilot durch den Alltag

Meis­tens bewe­gen wir uns im Auto­pi­lot durch unse­re gewohn­te Umge­bung. Ob auf dem Weg zur Arbeit oder unter­wegs beim Ein­kau­fen, im Kopf sind wir eigent­lich nicht wirk­lich anwe­send. Bei der Aus­füh­rung von Tätig­kei­ten, bei denen sich Rou­ti­nen ein­ge­schli­chen haben, ten­die­ren wir dazu, in Gedan­ken abzu­schwei­fen. Auf dem Nach­hau­se­weg haben wir schon unser Abend­essen vorm geis­ti­gen Auge und bekom­men dabei über­haupt nicht mit, wie far­ben­präch­tig gera­de die Son­ne unter­geht über den Dächern der Stadt.

Den Meis­ten von uns ist der Anfän­ger- bzw. Ent­de­cker­geist, den wir einst als Kin­der hat­ten, um die Welt zu erkun­den, längst abhan­den gekom­men. Zum Teil ist das auch ganz in Ord­nung, denn auto­ma­ti­sche Abläu­fe spa­ren unse­rem Gehirn Ener­gie. Wür­den wir stän­dig auf jeden unse­rer Schrit­te ach­ten, wäre viel Kon­zen­tra­ti­on gefragt. Das ver­braucht mehr Ener­gie als der Auto­ma­tis­mus, den unser Unter­be­wusst­sein steu­ert. So las­sen wir 95 Pro­zent unse­rer Tätig­kei­ten — und auch unse­rer Gedan­ken — über den Auto­pi­lot in uns ablau­fen. Dabei bleibt eines auf der Stre­cke: das Hier und Jetzt! Denn wenn wir in Gedan­ken ver­sun­ken sind, zieht das wirk­li­che Leben an uns vor­bei, ohne das wir es über­haupt mer­ken.

Im Urlaub sind wir aufmerksam

Über­leg mal, wie du dei­ne Umge­bung wahr­nimmst, wenn du im Urlaub bist: Du hörst die Wel­len rau­schen am Meer, unter dei­nen Füßen spürst du den Sand, die Son­ne kit­zelt dei­ne Haut, du riechst die sal­zi­ge Luft und die am Him­mel krei­sen­den Möwen run­den optisch die Sze­ne ab. Dabei fühlst du dich ent­spannt und bist ganz prä­sent. Eine unge­wohn­te Umge­bung för­dert unse­ren Ent­de­cker­geist, denn hier ist unse­re Auf­merk­sam­keit gefor­dert, damit wir uns zurecht­fin­den. Unse­re Gedan­ken machen einer wachen Wahr­neh­mung Platz und damit ver­flie­gen auch die Pro­ble­me, mit denen wir im All­tag stän­dig im Kopf beschäf­tigt sind.

Achtsamkeit jeden Tag

Um den Anfän­ger­geist auch im All­tag auf­le­ben zu las­sen, musst du dich aus dei­nen auto­ma­ti­schen Hand­lun­gen und Gedan­ken­schlei­fen befrei­en. Das kannst du prak­tisch bei jeder dei­ner Tätig­kei­ten tun. Bereits nach dem Auf­wa­chen kannst du dir bewusst machen, dass du jetzt die Wahl hast: Ent­we­der folgst du dei­nen Gedan­ken dar­über, was heu­te alles ansteht und läufst wie in Trance ins Bade­zim­mer. Oder du nimmst gleich nach dem Augen­auf­schlag erst ein­mal einen tie­fen Atem­zug und spürst ganz bewusst in dei­nen Kör­per hin­ein. Erfor­sche mit freund­li­cher Neu­gier­de und ohne dich zu ver­ur­tei­len, wie du dich heu­te Mor­gen fühlst. Dann gehe lang­sa­mer als sonst, Schritt für Schritt, ins Bad und füh­re jede Bewe­gung unter vol­ler Auf­merk­sam­keit aus.

Es hilft, die Din­ge, die dir bei dei­ner acht­sa­men Wahr­neh­mung begeg­nen, nicht inner­lich beim Namen zu nen­nen. Stell dir vor, du bist ein Klein­kind und weißt noch nicht, was zum Bei­spiel ein Baum ist. Du hast ihn zwar schon mal gese­hen und auch ange­fasst, aber kei­ner hat dir bis­her die Bezeich­nung „Baum“ bei­gebracht. Die­se soge­nann­te nicht-kon­zep­tu­el­le Wahr­neh­mung för­dert das Los­las­sen der Gedan­ken, die wir mit einer Sache oder Tätig­keit ver­bin­den. Nicht dei­ne Gedan­ken sind im gegen­wär­ti­gen Moment gefragt, son­dern dei­ne Sin­ne: Was siehst du? Was hörst du? Was schmeckst du? Was spürst du? Den Unter­schied bei der Wahr­neh­mung wirst du schnell fest­stel­len: Spä­tes­tens beim Früh­stück wird dann aus einem sonst run­ter­ge­schlun­ge­nem Toast­brot und einer Tas­se Kaf­fee ein wah­rer Gau­men­kit­zel.

Es ist hilf­reich dabei, eini­ge Tätig­kei­ten lang­sa­mer aus­zu­füh­ren als sonst üblich. Für den Anfang ist es auch am bes­ten, sich zuerst eine oder zwei Tätig­kei­ten aus­zu­su­chen, die du ab jetzt jeden Tag ganz bewusst machst. Zum Bei­spiel dei­nen Kaf­fee zube­rei­ten und den Weg zur Arbeit zurück­le­gen.

Hole dir Unterstützung

Vie­len Men­schen fällt es sehr schwer, eine gewohn­te Ver­hal­tens­wei­se von allein zu ändern – selbst wenn das Ver­hal­ten ihnen eher scha­det als sie zu för­dern. Als Acht­sam­keits­trai­ne­rin bie­te ich Klient_Innen mei­ne pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung und Beglei­tung an, um gesün­de­re Ver­hal­tens­wei­sen zu erler­nen. Gern bera­te ich dich in einem kos­ten­lo­sen Tele­fo­nat — für dei­nen Weg in ein erfüll­tes Leben im Hier und Jetzt!


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